Der Caug-Akkord (übermäßiger Dreiklang auf C): Griffe und Töne

Caug ist ein übermäßiger Dreiklang auf C: C, E und Gis, zwei große Terzen übereinander (Grundton, große Terz und übermäßige Quinte).

Weil er die Oktave in drei gleiche große Terzen teilt, bilden dieselben Töne auch andere übermäßige Dreiklänge; nur der Basston ändert sich. Gleiche Töne, anderer Grundton: übermäßiger Dreiklang auf E.

Mit C, E und Gis passt Caug in keine Dur- und keine natürliche Molltonleiter: Er ist der Akkord auf der III. Stufe (III+) des harmonischen Molls und wird vor allem als Durchgangsakkord verwendet, etwa in I–I+–IV.

Auf dieser Seite: Griffe, Töne auf dem Griffbrett, Ukulele, Klavier und Umkehrungen.

So greifst du den Caug-Akkord auf der Gitarre

Für die Gitarre gibt es 2 Griffe.

Bünde von der 6. bis zur 1. Saite: x = nicht anschlagen, 0 = leere Saite.

  • Griff 1: x-3-2-1-1-0, offen gegriffen, mit C im Bass (Finger x-4-3-2-1-0).
  • Griff 2: 8-x-10-9-9-x, mit C im Bass (Finger 1-x-4-2-3-x).

Töne des Caug-Akkords auf dem Griffbrett

Der Caug-Akkord hat 3 Töne: C, E und Gis. So verteilen sie sich auf die sechs Saiten, vom Sattel bis zum 12. Bund (in Klammern der Bund):

  • 6. Saite (E): E (0) · Gis (4) · C (8) · E (12)
  • 5. Saite (A): C (3) · E (7) · Gis (11)
  • 4. Saite (D): E (2) · Gis (6) · C (10)
  • 3. Saite (G): Gis (1) · C (5) · E (9)
  • 2. Saite (H): C (1) · E (5) · Gis (9)
  • 1. Saite (e): E (0) · Gis (4) · C (8) · E (12)

Formel und Intervalle des Caug-Akkords

Die Formel lautet 1-3-♯5; in Halbtönen vom Grundton aus gezählt 0-4-8.

  • C: Grundton, der Ton, der dem Akkord seinen Namen gibt
  • E: große Terz (g3), 4 Halbtöne über C
  • Gis: übermäßige Quinte (ü5), 8 Halbtöne über C

Der Caug-Akkord auf der Ukulele

  • Ukulele (G C E A): 1-0-0-3; es klingen Gis, C, E und C.

Der Caug-Akkord auf dem Klavier

  • Tasten: c¹, e¹ und gis¹ (c¹ = eingestrichenes c, das mittlere C).

Umkehrungen des Caug-Akkords

Jede Umkehrung legt einen anderen Ton in den Bass.

  • Grundstellung: C, E und Gis, mit C im Bass.
  • 1. Umkehrung (Caug/E): E, Gis und C, mit E im Bass.
  • 2. Umkehrung (Caug/G♯): Gis, C und E, mit Gis im Bass.

Tonarten mit dem Caug-Akkord

Der Caug-Akkord (C, E und Gis) ist in keiner Dur- oder natürlichen Molltonart leitereigen. Die übermäßige Quinte gibt es aber im harmonischen und melodischen Moll, wo Caug der Akkord auf der III. Stufe ist.

Akkordfolgen mit dem Caug-Akkord

  • Übermäßiger Durchgangsakkord in C-Dur (I–I+–IV): C – Caug – F

Häufige Fragen

Welche Töne hat der Caug-Akkord?

C, E und Gis: Grundton, große Terz und übermäßige Quinte. Seine Formel ist 1-3-♯5.

Warum hat Caug dieselben Töne wie andere übermäßige Dreiklänge?

Weil der übermäßige Dreiklang die Oktave in drei große Terzen teilt: C, E und Gis. Kehrst du ihn um, ändert sich der Basston, aber die Abstände bleiben gleich. Gleiche Töne und Bünde, anderer Grundton: übermäßiger Dreiklang auf E.

Wofür verwendet man den Caug-Akkord?

Vor allem als Durchgangsakkord, etwa in I–I+–IV: Auf demselben Grundton steigt die Quinte des Durdreiklangs um einen Halbton, das ergibt C, E und Gis und drängt zur IV. Außerdem ist er die III+ im harmonischen Moll.